Gubbio ist eine Stadt in der Region Umbrien in Italien mit 32.998 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010), die Eugubini genannt werden (das eigentliche Stadtgebiet hat 17.000 Einwohner). Gubbio liegt in 522 m Höhe an den HÀngen des Monte Ingino im Apennin. In der Antike hieà der Ort Iguvium.
Gubbio liegt ca. 35 km nordwestlich der Regionshauptstadt Perugia. Im sĂŒdöstlichen Gemeindegebiet entspringt der FluĂ Chiascio.
Die StĂ€dte Umbriens liegen meistens auf BerghĂ€ngen und die zeitgenössischen Architekten konnten damit ganz gut umgehen. Aber was Gubbio hier bietet, das ist auch fĂŒr diese VerhĂ€ltnisse auĂergewöhnlich.
Auf halber Höhe des Berges liegt der Priorenpalast, dem man von weitem nicht ansieht, in welch extremer Hanglage er errichtet wurde. Er ist buchstĂ€blich zum gröĂten Teil âin die Luft hineinâ gebaut worden. Dieser Priorenpalast von Gubbio wird in der Literatur als einer der bedeutendsten mittelalterlichen KommunalpalĂ€ste und die ganze Form als eine der kĂŒhnsten stĂ€dtebaulichen Unternehmungen des italienischen Mittelalters gewertet. Der Palazzo dei Consoli wurde im Jahr 1332 höchstwahrscheinlich von dem Stadtarchitekten Matteo di Giovannello, kurz Gattapone genannt, erbaut, der entweder aus Gubbio selbst oder aus Urbino stammte.
In diesem Konsulnpalast besteht das riesige Untergeschoss aus einem einzigen Raum, dem GroĂen Saal, in dem Ratsversammlungen und Volksanhörungen stattfanden. In dem Geschoss darĂŒber ist ein kleines Museum untergebracht.
GegenĂŒber dem Konsuln-Palast steht auf der anderen Platzseite der Palazzo Pretorio ebenfalls von Gattapone geplant, aber nicht vollendet. Hier ist heute das Rathaus untergebracht.
Die StraĂenseite des Platzes zeigt einige AdelshĂ€user, die durch das Zusammenbinden vorher autonomer HĂ€user entstanden sind. An den DĂ€chern kann man sehen, dass es ursprĂŒnglich separate Bauwerke waren. Die Fassaden sind dann vereinheitlicht worden, besonders durch die davor gesetzte Kolossalordnung in den oberen Geschossen. Seit dem 15. Jahrhundert hat sich in Gubbio wenig verĂ€ndert und dank des harten Kalkgesteins auch gut erhalten.
Die Piazza della Signoria ist nicht die höchste Stelle Gubbios. Noch höher liegt der Dom, der Ă€hnlich mit Substruktionen abgestĂŒtzt werden musste und den man durch enge, malerische Gassen erreicht. Die Fassade des Domes aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert blickt auf einen winzigen Platz, der ebenso stark geneigt ist wie der Weg, den man zu ihm hochgehen muss. Der Innenraum ist ebenfalls von der starken Hanglage bestimmt. Er ist einschiffig und zur Stabilisierung des GebĂ€udes war der Einbau von Schwibbögen notwendig statt der ĂŒblichen Gliederung.
Am 15. Mai findet alljĂ€hrlich die Corsa dei Ceri, ein Fest zu Ehren des Patrons der Stadt, des Heiligen Ubald von Gubbio (* ca. 1080/1085 in Gubbio; â 16. Mai 1160 Gubbio) statt. Dabei tragen drei Mannschaften, alle in historischer Kleidung, jeweils eine fĂŒnf Meter hohe und 400 Kilogramm schwere Statue (eine des heiligen Ubaldo, eine des Heiligen Antonius und eine des Heiligen Georg) auf den Monte Ingino zur Basilika des Heiligen Ubald, dies möglichst schnell - der Gewinner steht allerdings vorher schon fest: die Mannschaft, die die Staue des SantâUbaldo trĂ€gt, muss gewinnen, weil dieser ja der Patron der Stadt ist.
Am letzten Sonntag im Mai gibt es den Palio della Balestra, eine folkloristische Veranstaltung mit mittelalterlichen KostĂŒmen, ArmbrustschieĂen und Fahnenschwenkern.
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