Marghera ist ein auf dem Festland gelegener Teil der Stadt Venedig. Marghera und das benachbarte Mestre werden wegen ihrer industriellen Prägung als die "hässlichen Schwestern" von Venedig bezeichnet.
In Marghera wohnen heute ca. 30.000 Einwohner. Der einstmals "graue" und durch die Chemieindustrie stark belastete Stadtteil bemüht sich in den letzten Jahren, die Lebensqualität seiner Bewohner zu verbessern.
Ende des 19. Jahrhunderts war es für Venedig aufgrund seiner geografischen Lage nicht möglich, ein industrielles Zentrum mit einem geeigneten Hafen aufzubauen, daher fasste man ein Gebiet auf dem benachbarten Festland ins Auge. 1917 wurde schließlich ein Viertel der Fläche von Mestre enteignet und der Società Porto Industriale übergeben. Die Ziele der Gesellschaft waren der Bau eines Handelshafens, eines Industriehafens und eines neuen Stadtviertels im Hinterland. Bald schon übersiedelten viele Einwohner Venedigs und des Umlandes in das wirtschaftlich florierende Gebiet. Im 2. Weltkrieg war Marghera ein Ziel amerikanischer Bombenangriffe, was jedoch in den folgenden Jahren die Entwicklung der Industrie und des Hafens nicht behinderte.
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