Memel ist eine Hafenstadt in Litauen und war bis 1920 die nördlichste Stadt des Deutschen Kaiserreichs. In der Zwischenkriegszeit war die Stadt Zentrum des Memellandes. Die vielseitige Vergangenheit – von der Zeit des Ordens über Polen, Preußen, Deutschland, das Memelgebiet und die Sowjetunion bis heute die Zugehörigkeit zu Litauen – war und ist noch heute prägendes Merkmal dieses wichtigsten litauischen Ostseehafens, ebenso wie die zentrale Lage im Baltikum.
Die Stadt liegt in der kurischen Landschaft Pilsaten („pil“, „pilstu“, „pilt“, „pilti“ = fließen, gießen, schütten, tröpfeln) an der Mündung des Kurischen Haffs in die Ostsee, gegenüber dem nördlichen Ende (Süderspitze) der Kurischen Nehrung, und am Flüsschen Dange (kurisch: „danga“ = bogenreicher Fluss; litauisch: Danė).
Der Name Memel leitet sich kurisch-lettisch ab und bezeichnet sowohl das Haff als auch den Unterlauf des Flusses Memel. Der Name Klaipėda leitet sich von kurisch „klais“/„klait“ (flach; frei, offen) und „ped“ (Fußsohle, Grund) ab.
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